Park-and-Ride-Plätze am Neustädter Bahnhof dringend benötigt

Der SPD-Ortsverein Magdeburg-Nord hat sich in seiner letzten Ortsvereinssitzung mit dem Thema Stadtteilentwicklung am Neustädter Bahnhof beschäftigt. Nach Meinung der Ortsvereinsmitglieder ist die Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes grundsätzlich gelungen. Jedoch sind durch die Umgestaltung der Bushaltestellen für den Stadt- und Regionalverkehr einige PKW-Stellplätze weggefallen. Der Stadtrat hatte im Jahr 2008 in Zusammenhang mit seinem Beschluss zur Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes auch die Schaffung von Park-and-Ride-Plätzen beschlossen. Die Umsetzung dieser Maßnahme steht allerdings bis heute aus.

Nach Ansicht der Ortsvereinsmitglieder steht die Einziehung des Parkplatzes Agnetenstraße, der sich 250 m vom Neustädter Bahnhof entfernt befindet, dem Ziel der Stadt, eine attraktive Schnittstelle zwischen dem motorisierten Individualverkehr und dem Öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen, entgegen. Die Umsteigebeziehungen für Pendler sind z. B. an den Bahnhöfen in Dessau und Wernigerode deutlich besser.

Der Ortsvereinsvorsitzende Marko Ehlebe erklärte: "Die Stadt muss bei der Aufstellung des Bebauungsplans für das Areal zwischen Gröperstraße, den Bahngleisen, Sieverstorstraße und Agnetenstraße die Funktion des Bahnhofs als Verkehrsknotenpunkt in den Mittelpunkt stellen. Die Etablierung von Versorgungseinrichtungen im Bahnhofsbereich wie z. B. ein Bäcker, ein Zeitungskiosk oder ein Fleischer ist wünschenswert. Dabei sollte das Bahnhofsgebäude nicht außer Acht gelassen werden. Die geplante Verdichtung durch neue Wohnhäuser engt die für die Schaffung von Park-and-Ride-Plätzen benötigte Fläche ein und steht damit einer funktionierenden Umsteigebeziehung zwischen PKW und Bahn im Wege."